1907


März 1907 übernahm ein Kommandant des Wachzimmers Ober-Sievering in Wien einen drei Monate alten Schäferhund zur polizeilichen Abrichtung. Der Schäfer stammte aus dem Zwinger des königlich-bayrischen Rittmeisters a. D. von Stephanitz und wurde der Polizei auf Grund einer Widmung eines Fabrikanten übergeben. Kurze Zeit später wechselte ein weiterer Hund des Fabrikanten, der Schäfer „Lux“, in das Wachzimmer Ober-Sievering.
Am 4. Juli 1907 schenkte der Wiener Friedrich Runge den Airdale-Terrier „Jim“ der Wiener Polizei.  Er wurde dem Wachzimmer Josefsdorf auf dem Kahlenberg zur Ausbildung zugeteilt und fiel einem „Dienstunfall“ zum Opfer: Ein Förster des Stiftes Klosterneuburg erschoss den Terrier, als dieser einem Reh nachjagte. Sein Nachfolger wurde die Schäferhündin „Flora“.
Erst auf Grund eines Erlasses der Polizeidirektion vom
10. Jänner 1908 wurden „Wolf“, „Lux“ und „Flora“ offiziell in den „Polizeidienst“ übernommen.
Zwei Sicherheitswachebeamte auf der Schmelz und in Kagran erhielten im April 1908 darüber hinaus die Erlaubnis, ihre privaten Schäferhunde auf die Streifengänge mitzunehmen.