1912 – Herausgabe der 1. Prüfungsordnung


Die erste Prüfungsordnung wurde veröffentlicht (vorher war nach der Deutschen Polizei – Prüfungsordnung gearbeitet worden). In diesem Jahr wurde auch zur bestehenden Sektion "Dobermannpinscher" des Vereines je eine für "Airedale-Terrier" und "Deutsche Schäferhunde" gegründet. War der heimische Hundesport bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in seinen Hauptgrundfesten von den Jagdhunderassen getragen, so änderte sich dieses Bild mit der Gründung des Ö.P.S.V. Neue Rassen fanden  Eingang, neue Fachvereine (Spezialclubs) wurden gegründet. Das Interesse für das nicht-jagdliche Gebrauchshundewesen nahm zu und entwickelte sich zu einer gerne geübten Betätigung. Außer der Belebung des Dienst-hundewesens befruchtete die Abrichtung der Hunde die heimische Kynologie in hervorragender Weise, wie sie auch im Dienste der Liebhaberei wirkte, da gut erzogene Hunde stets das beste Mittel gegen die immer wieder anzutreffende Hundegegnerschaft bleiben.Der Abrichtesport und die Zucht und der dafür geeigneten Rassen wurde volkstümlich. Die Zucht der damals allein anerkannten Polizeihunderassen, wie Airedaleterrier, Deutscher Schäferhund, Dobermannpinscher und Rottweiler, wurde mangels von Spezialclubs durch im Vereine geschaffene Rassesektionen gefördert, bis sich eben diese Zuchtvereine gründeten.

Der Polizeihundverein wurde aufgrund dieser Zuchtsektionen als Spezialclub vom ÖKV anerkannt, dessen Spezialrecht nach Auffassung der Sektionen in ein solches für die Abrichtung von nicht-jagdlichen Gebrauchshunden abgeändert wurde.
In der Generalversammlung vom 27. Jänner 1912 wurde der Antrag auf Abänderung des Namens in Österreichisch - ungarischer Polizei - und Kriegshundverein einstimmig genehmigt.
Präsident: Exzellenz Herr Max Graf Wickenburg
Vizepräsident: Exzellenz Herr k. u. k. Panajott von Szamosfallva
Kassier: Herr Jacques Kantor
Zuchtbuchführer: Herr Dr. Emil Hauck
Bestehende Ortsgruppen: Mödling, Baden, Lemberg, Freistadt, Salzburg; in Gründung begriffen Esseg.