Obedience

Um allen Interpretationen zuvor zu kommen – Obedience ist keine Ausbildungsmethode. Dies wird heute immer noch gerne so dargestellt und ich denke, es liegt daran, dass mittlerweile sehr viele Hundeführer ihre Hunde in dieser Sportart erfreulich positiv ausbilden. Dennoch, viele Wege führen nach Rom, und deshalb gibt es durchaus auch Hunde, die mit konventionellen Methoden ganz gute Erfolge im Obedience nachweisen. Nichts desto trotz: beim Obedience Hund kommt es darauf an, dass er willig, freudig und für seine Rasse entsprechend in einem guten Tempo arbeitet. Teamarbeit ist angesagt. Erfolgreiche Teams versuchen eine ausgeglichene Basis zu finden; diese heißt Vertrauen und Verständnis. Natürlich geht nichts ohne Konsequenz – fehlt diese, dann wird die gemeinsame Arbeit ein Fiasko. Klare und eindeutige Regeln sind ein Muss.

Die Kunst in der Obedience-Ausbildung liegt darin, das Motivationslevel über eine lange Zeit hin hoch zu halten. Und dies ist nicht leicht, wenn man sich vor Augen hält, dass der Hund im Gegensatz zum Agility, Turnierhundsport oder dem ÖPO-Sport keine Möglichkeit hat, sich richtig auszupowern. Er hat die ganze Prüfung über ruhig und konzentriert und ohne irgendwelche Hilfsmittel zu arbeiten. Und das genau ist das, was die Obedience-Ausbildung so spannend macht. Hier muss der Hundeausbilder bereits ein hohes Maß an Motivation mitbringen, denn hat er nicht die Geduld und fehlt ihm die richtige Einstellung, kann er seinem Hund niemals die Freude an dieser Art der Arbeit vermitteln.

Wenn man aber Spaß an einer harmonischen Teamarbeit hat, wenn man die klassische Unterordnung nicht als langweilig sondern als Herausforderung ansieht und wenn man die Kommunikation mit dem Tier und kreatives Arbeiten schätzt, dann ist Obedience bestimmt eine tolle Beschäftigung.

Bezüglich der Hunderassen sieht man auch hierzulande mehr und mehr Border Collies im Obedience-Ring. Viele dieser Border Collies haben eine Karriere als Agiltiyhund bereits hinter sich gebracht oder werden parallel in beiden Sportarten gearbeitet. Generell gibt es aber keinen Grund zur Annahme, man könnte Obedience nur mit einem Border Collie erfolgreich betreiben. Mit Sicherheit ist es so, dass ein geschickter und guter Hundeausbilder einen Border Collie in relativ kurzer Zeit zu einer guten Obediencearbeit bringt, aber ein Border Collie ist kein Garant dafür, dass man im Obedience ganz oben steht. Es ist unbestritten, dass andere Rassen in ihrer Lerngeschwindigkeit dem Border Collie unterlegen sind, dennoch – ist man bereit ein wenig Zeit zu investieren, dann erreichen auch Labrador, Terrier und Co. einen vergleichbaren Leistungsstand. Es liegt auch hier wieder einmal an der Einstellung zur Sache.

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