Rettungshunde

Durch die Rettungshunde-Ausbildung können der Hund und sein Hundeführer in verschiedensten Situationen Menschen in Not retten.

Unterordnung:
Auch als Gehorsam bekannt. Hierbei wird festgestellt, in wie weit sich der Rettungshund seinem Hundeführer "unterordnet" und seine Befehle ausführt. Weiters wird großes Augenmerk auf die Exaktheit sowie die Geschwindigkeit der Annahme und Ausführung der geforderten Übungen gelegt, jedoch sollte dies der Hund stets freudig tun und dabei nicht "gedrückt" bzw. verunsichert wirken, da die Freude an der Arbeit im Vordergrund steht.

Gewandtheit:
Bei dieser Disziplin geht es um die Geschicklichkeit des Rettungshundes. Diese ist zwar zum Teil angeboren, jedoch muss der Großteil erlernt und trainiert werden. Es gilt dabei einen Hindernisparcours mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden zu bewältigen um seine Geschicklichkeit auf die Probe zu stellen. Auch hier steht wieder die Freude an der Arbeit im Vordergrund.

Nasenarbeit:
Hier kann ein Rettungshund beweisen, was wirklich in ihm steckt. Durch jahrelanges Erlernen und Trainieren ist er nun hier in der Lage die Witterung der "Opfer" (hier selbstverständlich Figuranten) selbständig aus einer Vielzahl an Gerüchen aufzunehmen und zu verfolgen. Das Ziel ist es, die vermissten Personen zu finden und diese durch "Verbellen" seinem Hundeführer anzuzeigen, um eine Rettung selbiger vornehmen zu können. Die Nasenarbeit gliedert sich hierbei in folgende Unterdisziplinen:

    A) Die Flächensuche:
Bei dieser Art der Suche muss der Rettungshund wie oben beschrieben in einer vorgegebenen Zeitspanne mehrere "Opfer" in unwegsamem Gelände aufspüren und anzeigen. In der Praxis ist diese Art der Suche einzuleiten, wenn zum Beispiel eine oder mehrere Personen in einem Wald oder dgl. vermisst werden.

    B) Die Trümmersuche:
Hierbei gilt es mehrere vermisste Personen in einer vorbestimmten Zeitspanne innerhalb eines Trümmerfeldes zu finden und anzuzeigen. Da jedoch die "Opfer" nicht auf den Trümmern, sondern darunter bzw. in Häusern oder deren Resten sind, ist dies die Königsdisziplin der Nasenarbeit, da eine genaue Lokalisierung sehr schwierig bis teilweise fast unmöglich ist, jedoch für eine Rettung unbedingt erforderlich. Diese Art der Suche wird in der Praxis zum Beispiel nach Erdbeben und dgl. eingeleitet.

    C) Die Fährtensuche:
Diese Art der Suche weicht von den vorangegangenen etwas ab, da sie nur angewendet werden kann, wenn vorher bekannt ist, wo sich die vermisste Person befunden hat. Weiters ist dann die Fährte dieser Person innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne aufzustöbern und punktgenau zu verfolgen. Sollten innerhalb der Fährte diverse Gegenstände wie zum Beispiel eine Geldbörse vom "Opfer" verloren worden sein, so sind, diese vom Rettungshund, dem Hundeführer anzuzeigen. Am Ende der Fährte sollte dann die vermisste Person gefunden, angezeigt und eine Rettung eingeleitet werden.

    D) Lawinensuche:
Wie schon bei den anderen Arten der Suche muss der Rettungshund bei dieser Variante in einer vorgegebenen Zeitspanne mehrere "Opfer" innerhalb eines unwegsamen "Lawinenkegels" aufspüren und anzeigen. In der Praxis ist diese Art der Suche einzuleiten, wenn zum Beispiel eine oder mehrere Personen bei einem Lawinenabgang verschüttet wurden. Hierbei spielt jedoch im Ernstfall der Zeitfaktor die entscheidende Rolle, da nach einer Zeitspanne von etwa 15 Minuten nach dem Abgang der Verschüttete meistens in den Schneemassen den Erstickungstod erleidet.





Welpen Junghunde Begleithunde Obedience Fährte Schutz Breitensport Rettung Agility Windhunde